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Shibori ist ein japanischer Begriff, der seinen Ursprung im Wort «shiboru» findet, was so viel bedeutet wie «drücken» oder «pressen». Vor dem Färben werden Hölzer, Steine, Bohnen u.a., durch gekonntes und kunstvolles Wickeln, Falten, Knoten, Vernähen und Schnüren der Stoffe in einem Bündel zusammengepresst. Gefärbt wurde und wird bis anhin, so auch bei Suzusan, mit Indigo, Randen, Persimon oder Garance. Daraus entstehen mehrdimensionale, räumlich wirkende Muster, die sowohl von präziser Technik wie auch von einer vom Zufall geprägten Ästhetik leben.

Heute würden wir das traditionelle Verfahren, wie in seinen Ursprüngen angewendet, mit Upcycling bezeichnen. Denn es waren zuerst die armen Leute, die mit raffinierten Shibori-Techniken ihre in die Jahre gekommenen Textilien aufgewertet haben, erst später haben die Wohlbetuchten die Kunst für sich und ihre Kimonos entdeckt. Die ersten Shibori-Fundstücke datieren auf das 8. Jahrhundert zurück und sind, wie auch die Anwendung der Techniken, bis heute erhalten.